Seit gut einem Jahr mache auch ich keine grossen Sprünge mehr. Die aktuellen Bedingungen zwingen somit auch mich, meinen Entdeckungsgeist in der Schweiz auszuleben. Also packe ich die Gelegenheit beim Schopf und ich stelle euch meine Highlights vor der eigenen Haustüre vor.

Lauenensee

Hinter den sieben Bergen im tiefen Simmental an der Grenze zur Romandie liegt der wunderschöne Lauenensee. Ihm wurde sogar ein Lied von Patent Ochsner gewidmet, wer hat es nicht schon mal aus Leibeskräften unter der Dusche oder an einer Hundsverlocheten gesungen? Mit Auto – oder dank Service Public auch mit dem Postauto – geht es nach Lauenen. In Downtown gibt es einige Parkplätze. Rechts am Hotel Alpenland vorbei zum Skilift und dann dem Weg folgen Richtung Lauenensee. Der Weg führt auf einem gäbigen Strässli durch den Wald und nach gut 50 Minuten erreichst du den Lauenensee. Es ist ein kalter aber klarer Novembertag. Der ganze See ist gefroren und am Schatten ist es A****kalt. Dafür hat es für Coronaverhältnisse wenig Leute. Der See liegt um diese Jahreszeit grösstenteils im Schatten umrandet von Dreitausendern. Hinten im Talkessel wurde auch ein Wasserfall schön in die Kulisse platziert. Die Rundwanderung dauert inklusive Fötelipausen ca. 2 Stunden und beim Lauenensee gibt es ein Restaurant. Ansonsten ist Verpflegung und genügend Wasser empfehlenswert. Das Bild ist auf dem Bootssteg am südlichen ende des Lauenensees entstanden.

Giessbachfälle

Der imposante Wasserfall liegt eindrücklich über dem Brienzersee und tost fröhlich vor sich hin. Natürlich wäre es nicht die Schweiz wenn es nicht diverse Möglichkeiten gäbe um den Weg hierher zu finden. Ich persönlich bevorzuge die Anreise via Schiff von Interlaken nach Iseltwald. Von da führt ein schöner Spazierweg während zwei Stunden mit dem Brienzerseepanorama zur Linken zu den Giessbachfällen. Das Hotel verfügt ebenfalls über ein gutes Restaurant. Wer nicht ganz so weit wandern mag kann auch mit dem Schiff bis zur Ländte „Giessbachfällle“ tuckern und mit der ältesten Standseilbahn Europas zum Wasserfall fahren. Wer mit dem Auto anreist kann direkt zu den Fällen fahren. Ein kleiner Rundweg führt vom alten Hotel, welches noch im Originalzustand ist, hinauf zum Wasserfall und im Anschluss hinter diesem durch. Dabei ist dieses schöne Föteli entstanden.

Beatenberg

Die Topfsteinhöhlen am Beatenberg erhielten ihren Namen vom heiligen Beatus, ein Missionar aus England der irgendwann vor vielen Jahren über den Brünig spazierte – da gab es noch keine Brünigbahn und auch kein Postauto. Weil er niemandem zur Last fallen wollte, übernachtete er in den Tropfsteinhöhlen. Doch der Drachen wünschte keine Untermieter und so gab es einen Kampf, den der heilige Beatus gewann. Dadurch hat die Höhle und das Dorf den Namen erhalten. Der Eingang mitten in der Felswand ist sehr eindrücklich. Hier führt der Wanderweg von Interlaken nach Thun vorbei. Was mir persönlich schon immer sehr gefallen hat ist die schlangenförmige Hauptstrasse, die sich an der Felswand entlang bis nach Merligen schlängelt. Die imposante Aussicht findest du, wenn du bei den Höhlen rechts hältst und dem Wanderweg Richtung Interlaken folgst. Nach ca. 15 Minuten erreichst du den magischen Platz.

Blausee

Im Kandertal zwischen Frutigen und dem Autoverlad Lötschberg liegt dieses wunderschöne kristallklare und blaue Blauseeli. Der Sage nach hat der See die blaue Farbe, da das Mägdlein um ihren verstorbenen Knechten trauerte, der über einer Felswand zu Tode stürzte. Haben sich die beiden doch jede Nacht heimlich an diesem Seeli getroffen. Er hat sogar ein Kahn gebaut. Eines Morgens wurde das Mägdlein samt Kahn auf dem Grund es Sees gefunden. Seit dann hat er eine klare, blaue Farbe, wie die Augen des Mägdleins. Das Seeli ist aber längst nicht mehr so versteckt und unbekannt. Der Eintritt zum Blausee kostet CHF 10 und der Weg führt durch Hobbit ähnlichen Wald. Er lädt zum Träumen und verweilen ein. Der See hat kristallklares Wasser und viele Fische. Es gibt verschiedene Grillstellen und auch die Möglichkeit mit dem Boot über den kleinen See zu tuckern.

Gantrischseeli

Wer kennt es nicht, das berühmte Gurnigelrennen? Doch der kleine Pass im Thuner Westamt hat mehr als nur viele kotzerregende Kurven zu bieten. Nebst wunderschönen Sonnenauf- und Untergängen gibt es auch verschiedenste Wanderungen. Mein Favorit ist die Wanderung ab dem Parkplatz „Wasserwendi“. Natürlich hält auch hier der Bus. Über den Leiterli- und Morgetepass führt die rund 3 Stündige Wanderung durch schönes Panoarama. Wandert unbedingt zuerst Richtung Leiterlipass damit ihr am Schluss als Zückerli den wunderschönen versteckten See findet. Bei bewölkten und verhangenem Himmel kommt hier richtig Sennentuntschi-Stimmung auf und es hat fast keine Leute.

Lauterbrunnen

Es ist der Ort mit der wohl höchsten Todesrate im Berner Oberland. Nein Lauterbrunnen ist absolut nicht kriminell. Aber die vielen Klippen ziehen Basejumper aus aller Welt magisch an. Der Ort ist quasi das Pendand zu Grindelwald. Von hier aus bringt dich die Bahn direkt aufs Jungfraujoch oder hoch zum Schilthorn. Wer es weniger Touristisch mag kann gerne die Trümmelbachfälle Richtung Stechelberg besuchen und die sportlichen unter euch können via Trachsellauenen zur SAC Hütte Obersteinberg wandern und mit Aussicht auf Schmadribachfall einschlafen und zum Geräusch vom Wind in den Tannen und dem Tosen des Wasserfalls aufwachen.

Natürlich gibt es noch viel mehr versteckte Örtli aber dazu schreibe ich äuä später mal noch einen zweiten Beitrag. Ich wünsche viel Spass beim Lesen und vielleicht hat der Beitrag ja doch noch den ein oder anderen Geheimtipp für euch bereitgehalten.

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