Kurz nach meinem Mallorca Abenteuer geht es schon weiter. Ein Städtetrip mit meinem Mami in der weltbekannten Stadt Venedig. Kaum hat sich mein altes Hirni an die spanische Sprache gewöhnt, lande ich auch schon am Marco Polo Flughafen und muss mein Gebiss auf italienisch kehren. Ich scheiterte kläglich und mein 5.5er im Italienisch aus der 9. Klasse lacht sich wohl den Ranzen voll.

Fortbewegung

Ich wusste, dass Venedig quasi eine Insel ist aber irgendwie bin ich davon ausgegangen dass es da trotzdem Autos in der Stadt hat. Dem ist nicht so. Im Vorfeld habe ich mich über Transfers vom Flughafen in die Stadt befasst und schon bald stand für mich fest; das Boot ist zwar die teurere Option aber wenn schonmal ein Boot-Taxi vom Flughafen direkt zum Hotel fährt, dann muss man sich das auch gönnen. Wir buchten ein Sammeltaxi und hatten Glück, nur zwei andere Leute waren auf demselben Taxi. Durch die Wasserstrassen düsten wir Richtung Downtown und vorbei am wunderschönen Dogenpalast – und das ganze für CHF 30 pro Person. In Venedig spielt sich der Verkehr also auf dem Wasser ab. Auch der ÖV ist ein grosses Böötli, das Vaporetti, welches alle 200m an einem Bootssteg haltet, ziemlich kuul. Die Autos hätten in den engen Gässlein gar kein platz und über die Brücken mit Treppenstufen käme wohl nicht mal ein Offroader.

Unterkunft

Die Stadt ist nicht gerade bekannt für moderne Hotels. Fast alle Hotels stammen gefühlt aus der Renaissance Zeit. Sie alle wirken aber liebevoll. Wir übernachten im Hotel Principe und danke dem Reisebürobonus gibt es sogar ein Upgrade auf das schönste Zimmer mit Kanalsicht und grossem Balkon. Die Freude währt aber nur so lange, bis eine Möve ihr Geschäft auf meinem Gesicht entrichtet. Trotzdem, die Aussicht ist einfach unbeschreiblich schön.

Dogenpalast

Den Dogenpalast haben wir bereits am ersten Tag von weitem auf dem Wasser gesehen als das Wassertaxi uns zum Hotel chauffiert hat. Am nächsten Tag schlendern wir dann durch die unzähligen Gässlein durch Hinterhöfe, über die Rialtobrücke bis zum Markusplatz. Neben dem wunderschön verschnörkelten Dogenpalast steht auch der Kirchenturm. Der Eintritt kostet 10€ und die Liftfahrt ist genauso inklusive wie Fiebermessen und die Abgabe einer FFP2 Maske. Über den Dächern von Venedig, was für eine Wahnsinnsaussicht. Wir diskutieren gerade über die grossen Kirchenglocken und fragen uns schon ob die überhaupt auch mal läuten – da erklingen die Monsterglocken auch schon über unseren Köpfen. Ganze 10 Minuten lang. Mit einem Tinnitus im Ohr sind wir dann wieder runter gefahren und haben ein sehr dekadentes Zvieri im Cafe Florian genossen.

Gondolieri

Auf Reisen gibt es immer Dinge, die ich unbedingt machen möchte, auch wenn sie noch so touristisch sind. Eines davon war: von einem Gondolieri durch die Kanäle der Stadt gegondelt zu werden. Obwohl ich immer noch denke dass der gute alte Verkäufer uns absolut über den Tisch gezogen hat, war es eine wunderschöne Erfahrung. Uns sind vielleicht 3 Gondolieris begegnet und wir sind mit dem Böötli durch die kleinsten und urchigsten Gässli geschaukelt. Was für eine beruhigende Art die Stadt zu sehen. Gemäss unserer Recherche sind zu normalen Zeiten die Kanäle überfüllt mit Gondolieri.

Burano

Wer in Venedig ist und sich nicht allzu fest für Museen interessiert, der kann Tagesausflüge auf die umliegenden Inseln machen. Mit dem Vaporetti (ÖV Böötli) kommst du so ziemlich überall hin. Es gibt ein Lido mit Badestrand und dem offenen Meer oder auch das Glasbläser-Inseli Murano. Wir haben uns für die farbige Insel Burano entschieden. Mit dem Böötli sind wir gute 1.5 Stunden über das Wasser getuckert. Die Insel besteht aus ganz vielen verschieden farbigen Häusschen, Restaurants und kleinen Handwerkerläden wo gestrickte und gehäägelte Sachen zu finden sind. Und irgendwo in einem Hinterhof habe ich den besten Balsamico der Welt gefunden.

Fazit

Blaues Wasser in den Kanälen, keine unangenehmen Gerüche und für venedische Verhältnisse: fast keine Touristen. Das ist eine der positiven Seiten dieser Pandemie. Ich durfte Venedig so erleben, wie es wohl nie mehr sein wird. Delfine habe ich übrigens keine in den Kanälen gesehen, das hat mich dann doch ein bitzeli enttäuscht. Aber es war wunderschön, verfressen und mega heiss. Die Italiener sind einfach herzensgute, liebenswerte und zuvorkommende Menschen. Venedig, du warst toll und wirst immer in wunderschöner Erinnerung bleiben.

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