Kreta

Der Sommer 2021 war voller Europa-Abenteuer. Mit meinem Freund und einem Mietwagen haben wir den Westen von Kreta erkundet. Obwohl organisatorisch nicht ganz alles nach Plan lief, entschädigte die Natur alles.

Seitan Limania

Unser gebuchtes Hotel hatte infolge Managerwechsel unsere Reservation nicht erhalten und ist ausgebucht, was ich lediglich durch Zufall herausgefunden habe. So haben wir Last Minute, 12 Stunden vor Abreise noch ein neues Hotel gebucht. Bei der Ankunft auf Kreta haben wir dann einen Mietwagen mit kaputter Batterie erhalten. Am Folgetag ging der Motor nicht mehr an und erst nach mehreren Telefonaten, kam ein Werkstattmitarbeiter zum Hotel. Ich durfte mir 3x anhören, dass der Toyota Yaris eben ein bisschen anders gestartet wird und ich nur nicht wisse wie. Der Mechaniker hat dann bei unserem Auto innert 2 Minuten festgestellt was wir schon lange vermutet haben; die Batterie ist im Eimer. Er hat uns dann seinen Wagen da gelassen der aber keine Klimaanlage hatte. Was bei 40° Grad Durchschnittstemperatur in einer griechischen Hitzewelle nicht gerade angenehm war. Wer sauniert schon gerne in Kleidern.

Unser erster Halt auf der Insel machten wir beim gehypten Seitan Limania Strand. Notiz am Rande; wir sind im Juli gereist was mitten in der Hochsaison ist. Somit war der kleine Strand in der engen Bucht völlig überlaufen mit Menschen. Wir haben ein Föteli geschossen und sind dann weiter gefahren.

Preveli Beach

Im Süden von Kreta liegt der Preveli Beach. Mitten in der kargen Felslandschaft fliesst ein Fluss ins Meer und entlang der Ufer säumen sich wunderschöne Palmen und Farne. Es sieht aus wie eine Oase mitten in einer Steinwüste. Auch hier wieder mit einer Tonne Touristen. Dort wo der Fluss ins Meer fliesst wechselt die Wasserschicht mehrmals Temperatur. Von pisswarm bis arschkalt ist alles dabei. Während wir den Weg durch den Palmenhain bis ans ende des Tales erkunden machen es sich zwei Gänse auf unseren Badetüchern bequem. Die Gänse haben wir bereits im Vorfeld beobachtet. Wir haben uns noch den Ranzen vollgelacht weil sie unseren Nachbarn die Wassermelone stibitzt und gefressen haben. Dumm nur, dass sie nicht nur auf unseren Tüchern schliefen, sondern zum Abschied auch noch ihre wassermelonigen Hinterlassenschaften hinterliessen. Auf ein Wassermelonenexriment – Föteli habe ich verzichtet.

Autodurchschnittstemperatur 38°C

Kouros See

In der Nähe von Georgiopouli liegt der Süsswassersee in einem inaktiven ehemaligen Vulkankrater. Durch die verschiedenen tiefen hat der See wunderschöne blau- und grüntöne. Das Wasser ist angenehm erfrischend und der Boden eine Mischung zwischen Schlamm und Sand. Zu unserem erstaunen war er nicht so überlaufen wie der Rest der Insel. Das härzige hippige Restaurant war jedoch gefüllt mit barbusigen, schlauchbootlippigen Russinen, was dem ganzen den Charme etwas genommen hat.

Autodurchschnittstemperatur 42°C

Balos Beach

Der Balos Beach befindet sich am nordwestlichen Ende von Kreta. Der Strand wird zurecht als schönster Strand Kretas bezeichnet. Der Weg hierhin ist jedoch nicht ganz ohne. Die Anreise führt entweder mit der grossen Masse per Schiff zum Strand oder mit dem Auto entlang einer 8km langen, staubigen Strasse mit Schlaglöcher und Zeigen am Abgrund ohne Leitplanken. Wir haben uns für die abenteuerliche Anreise entschieden. Hier geht nochmals ein grosses MERCI an meinen Freund, der mich überredet hat während ich mir vor Angst fast in die Hose gemacht habe. Der Strand besteht aus einigen Liegestühlen mit Sonnenschirmen. Das ist die einzige Schattenquelle. Der feine weisse Sand wechselt sich mit den orangen Felsen ab und das Wasser ist kristallklar und türkisblau. Eine Frühe Anreise lohnt sich weil der Parkplatz nicht gerade gross ist und wir uns abends an einer 2km langen Schlange an parkenden Autos vorbeidrücken mussten.

Tagestiefsttemperatur im Auto: 28°C
Tageshöchsttemperatur im Auto: 52°C

Fazit

Kreta ist touristisch. Nie mehr würde ich im Juli dorthin reisen. Aber manchmal kann man den Zeitpunkt seiner Ferien nicht steuern. Das Essen ist top, die Sonnenuntergänge ebenfalls und die Einheimischen wirkten gestresst. Der Rückflug war mit das unorganisierteste was ich je gesehen habe. ganze 2.5 Stunden standen wir am Check in Schalter. Anfangs waren lediglich zwei Check-in Desks geöffnet. Für rund 300 Passagiere. Wir sind dann mit rund 2 Stunden Verspätung in einem Upgrade auf Preimum Economy zurück nach Zürich geflogen. Kreta ist der ideale Ort um Badeferien mit Entdecken zu kombinieren. Die vielen härzigen Dörfli und Städtli laden zum flanieren ein und die Strände sind einfach 1A.

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