Eine der schönsten Scenic Drives der Welt ist die Great Ocean Road im australischen Bundesstaat Victoria im Süden des Landes. Sie beginnt in Torquay und endet in Warrnambool. Wer aber schonmal in diesem Teil des Landes unterwegs ist, sollte gleich etwas mehr als die obligaten 2-3 Tage Zeit mitbringen und auch noch andere Highlights damit verbinden.
Adelaide
Die Reise beginnt für uns in Adelaide. Nach einem anstrengenden Nachtflug von Indonesien geniessen wir die 35 Grad am Glenelg Beach. Dieser Teil von Adelaide gefällt mir am besten. Viele leckere Restaurants, kleien Boutiquen und Kaffees schmücken die Strassen zum Strand herunter. Die Innenstadst von Adelaide ist dann sehr überschaubar, ruhig und sauber. Im Vergleich zu den pulsierenden Metropolen Sydney oder Melbourne wirkt Adelaide gar ein bisschen verschlafen.

Grampians Nationalpark
Der erste Tag ist gleich der langweiligste. Mit unserem Mietauto düsen wir mehrere Stunden über den Highway und halten schliesslich am Tor zu den Grampians in Horsham wo wir in einem Cabin auf einem Camping übernachten. Wir achten stets darauf, dass die Unterkunft eine Küche haben damit wir selber kochen können. Gerade wenn wir zu zweit unterwegs sind, sind die Kosten für ein Dorm im Hostel gleich hoch wie für ein privates Zimmer im Hostel oder in einem Guesthouse. In den Grampians wandern wir morgenes zu diversen Aussichtspunkten und schlagen uns Nachmittags mit einer Caramel-Slice den Magen voll.

Cape Otway National Park
Von den Grampians aus geht es Richtung Torquay. Die Stadt selbst ist jetzt nicht wirklich ein Place to be, aber die Outletläden verschiedenster Surfmarken sind dann doch ein muss. Obwohl die Mode der Surfer nicht für normale Prachtskörper wie die meinen geschaffen sind. Praktisch keine Hose oder Top sitzen wie sie müssen. Wir nächtigen in der wunderschönen und etwas verschlafenen Apollo Bay. Ich denke unser Vorteil ist, dass wir uns für die Great Ocean Road eine Woche Zeit nehmen, während viele diese Strecke in 2-3 Tagen machen. An einem verregneten Morgen machen wir uns auf den Weg zum Cape Otway Nationalpark und schlendern durch den nebligen Regenwald. Ich bin erste Koala-Spotterin und schaue einfach ein bisschen auf gut Glück in die Bäume – bis ich plötzlich tatsächlich einen Koalabär sichte. Natürlich habe ich mir den Baum genau gemerkt damit wir umkehren können und das Bärli wieder finden. Im Anschluss haben wir dann einen etwas grösseren Stau verursacht weil alle dank uns den Koala auch gesehen haben.

Great Ocean Road
Am Tag darauf starten wir dann auf den berühmtesten Teil der Great Ocean Road. Natürlich gehört da auch ein Foto von den zwölf Aposteln (die eigentlich nur noch zu acht in der Brandung dümpeln). Entsprechend überlaufen ist es mit Touristen. Schon einen Aussichtspunkt später hat es nur noch eine Hand voll Autos. Sobald wir also an einem Punkt halten, der nicht auf dem Tagesprogramm von Tagesausflüglern und Reisebussen steht, haben wir den Ort für uns allein.

Hidden Gems
Auf dem Weg von der Great Ocean Road zurück nach Adelaide haben wir in verschiedenen härzigen Ortschaften logiert. Überall waren wir abseits vom Massentourismus unterwegs. Der verschlafene Ort Kingston mit seinem langen Sandstrand fand ich wunderschön, auch wenn wir mit zwei Jacken und Pullover in beissendem Wind unser Sundowner genossen haben. Im Ort gibt es genau ein Restaurant das offen hatte. Hierh aben wir uns leckere Fish&Chips gegönnt. Die nächste Nacht haben wir im rustikalen YHA in Port Fairy übernachtet. Die Unterkunft scheint immer noch in der Originalausstattung von der Jahrhundertwende zu sein. Unser Zimmer ist in einem Anbau aus Stein und es fühlt sich an wie in einem Weinkeller. Der letzte Ort auf unserer Südaustralienreise ist in Port Elliot. Mehr durch Zufall habe ich im YHA in Adelaide einen Flyer vom Partner Hostel, dem YHA in Port Elliot gelesen. Das alte Strandhaus wurde wunderschön renoviert und befindet sich ein bisschen erhöht auf einer Klippe mit schönster Sicht auf die umliegenden Buchten. Was für ein wunderschöner Abschluss von diesem Reiseabschnitt.


Hinterlasse einen Kommentar