7 Geheimtipps Neuseeland Südinsel

Bereits sieben mal hat es mich nach Neuseeland verschlagen. Meine Seele fühlt sich hier zu Hause und es ist auch jedesmal wieder wie ein Heimkommen. Neuseeland ist fast immer auf meinem Reiseplan wenn ich länger unterwegs bin. Es befindet sich so weit weg, dass ich dem Land sowieso schon näher bin sobald ich die Schweiz verlasse.

Lake Matheson

An der wilden, einsamen und rauen Westküste Neuseelands, nur einen Steinwurf vom verschlafenen Ort Fox Glacier entfernt liegt der wunderschöne Lake Matheson. Bei schönem Wetter und am frühen Morgen spiegeln sich im See nicht nur die Bäume vom einzigartigen Beech-Forest sondern auch die Silouhette vom Mt. Cook, dem höchsten Berg in Neuseeland. Der Spaziergang um den See dauert rund eine Stunde. Wer eine grössere Challenge sucht, findet auch ganztägige Wanderungen ins Hinterland.

Island on a Lake…

Von Fox Glacier führt die Strasse weiter Richtung Süden nach Franz Josef, einem sehr überlaufenen Ort, vergleichbar mit Grindelwald. Diesen Ort habe ich nach meinem ersten Besuch immer übersprungen und bin durch die kurvenreiche Strasse, entlang an imposanten Wasserfällen bis zu den wunderschönen aber sehr kalten Blue Pools. Entlang dem oberen Ende des Lake Wanakas führt die Strasse durch ein wunderschönes karges Bergpanorama zum Lake Haewa und führt dann zum anderen Ende vom Lake Wanaka in das gleichnamige Dorf. Hier lädt das Ufer vom See zum verweilen ein. Jeden Samstag gibt es einen härzigen Markt im Park. Von Wanaka aus starten diverse Wanderungen mit atemberaubender Aussicht. Besonder der Sonnenauf- und untergang wird gerne von den Gipfeln wie Roys Peak oder Mount Isthmus bestaunt. Auch ein Abstecher zum Diamond Lake ist eine Reise wert. Wer ein Boot hat, kann sogar ein Besuch auf der speziellsten Insel der Welt machen. Sie heisst Island on a Lake on an Island on a Lake on an Island in the Ocean.

Nugget Point

Irgendwo im Nirgendwo in den Caitlins befindet sich der Leuchtturm, welcher vor hundert Jahren viele Seefahrer auf die felsigen Klippen aufmerksam gemacht hat. Heute ist der Leuchtturm vor allem ein beliebter Aussichtspunkt. Mit etwas Glück können sogar Seehunde, Delfine oder Wale beobachtet werden. Bei Dämmerung sind sogar die Pinguine zu sehen, die vom Wasser langsam Richtung Strand kommen. Wer eine etwas abgelegenere Unterkunft sucht, ist in New Haven in der Surat Bay Lodge bestens aufgehoben. Das abgelegene Guesthouse liegt direkt am Strand und beim Spaziergang in der Dämmerung können mit etwas Glück auch Pinguine beobachtet werden. Ich habe leider keine gesehen, hatte aber eine Nahtoderfahrung mit einem Seelöwen.

Wharariki Beach

Weit oben im Norden der Südinsel, rund zwei Autostunden von Motueka befindet sich das Cape Farewell mit dem Wharariki Beach. Viele kennen das Bild als Bildschirmschoner von Microsoft mit der Frau, die am Strand entlang rennt. Mit meinem Mietwagen bin ich von Marahau aus rund 1.5 Stunden durch kurvenreiche Strassen und über Pässe gefahren, vorbei an den magischen Poupou Springs und am hippigen Dörfli Takaka bis die Teerstrasse einer Schotterpist wich. Von da aus ging es noch rund eine halbe Stunde zu Fuss über saftige Grashügel und eine Sanddüne runter an den windigen Strand wo die grossen Felsen schliesslich aus der Brandung empor ragten. Der Anblick ist magisch und die Kreativität von Mutter Natur einmal mehr faszinierend.

Hanmer Springs

Zwischen Christchurch und dem Lewis Pass liegt irgendwo verborgen ein kleines Dorf für Outdoor-Liebhaber. Egal ob Wandern, Biken oder Trailrunning, Hanmer Springs hat für alle etwas zu bieten. Die Hot Pools am Eingang vom Dorf bietet die ideale Erholung nach einem anstrengenden Tag in den Hügeln. Der Ortshügel, Conical Hill, ist während dem Tag sehr überlaufen. Ich war zum Sonnengang auf dem Hügel und wurde mit dem schönsten Sonnenuntergang belohnt und hatte die ganze Szenerie für mich alleine.

Picton

Picton bildet das Tor zur Südinsel. Wer mit der Fähre von Wellington über den Cook Kanal anreist, verlässt die Fähre in Picton. Dabei fahren viele noch am gleichen Tag weiter Richtung Abel Tasman Nationalpark oder Kaikoura. Ich aber habe mich ein bisschen in Picton verliebt. Die überschaubare Ortschaft ist Ausgangspunkt von atemberaubenden Wanderungen. Der Queen Charlotte Track – das Pendant zum Abel Tasman Track – führt von Picton durch schönste Sandstrände, Badebuchten und neuseeländischen Regenwald bis zum Ship Cove Point, wo es mit der Fähre wieder zurück nach Picton geht. Für nicht ganz so Abenteurlustige oder Glamper wie meine Wenigkeit es ist, gibt es auch Tagesetappen. Ich habe die Tour von Ship Cove nach Furneaux Bay gemacht, die rund 15km lange Wanderung dauerte rund 3.5 Stunden. Die Gleichnamige Furneaux Lodge bietet köstliches Essen an und wer über das nötige Kleingeld verfügt, darf auch da übernachten. Ich habe das Hostel Villas Backpackers dann preiseshalber vorgezogen.

Lake Tekapo

Früher war der Tekapo am gleichnamigen See lediglich ein Durchgangsort für Reisende von Christchurch nach Queenstown. Heute säumen – leider – relativ viele überteurte Hotels, Hostels und Airbnbs das Ufer vom Lake Tekapo. Im Frühling schmücken blühende Lilien verschiedenster rosa und lila Tönen das Ufer und im Herbst die goldenen Pinienbäume. Wenn das Farbspekakel dann zu ende ist und es langsam dunkel wird, kann einer der schönsten Sternenhimmel, die ich je gesehen habe, beobachtet werden. Es gibt sogar ein Observatorium und Hot Pools, von wo aus gemütlich warm der Nachthimmel und Sternschnuppen beobachtet werden können.

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