Cook Inseln

Eine Insel mit zwei Bergen und dem tiefen weiten Meer, mit vielen Palmen, farbigen Fischen und fast menschenleer. Nun wie mag die Insel heissen, ringsherum ist schöner Strand, jeder sollte einmal reisen in das schöne Südseeland. Anders als bei Jim Knopf gibt es hier aber keine Eisenbahn sondern nur eine Strasse, die Rund um die Hauptinsel führt.

Anreise

Die Neuseeländer reisen auf die Cook Inseln – die im lokalen Fachjargon ganz einfach Raro genannt werden – wie wir nach Teneriffa oder Santorini reisen. Nur knapp vier Flugstunden trennen das Südseeparadies von Neuseeland. Im ozeanischen Pendant zu Easyjet, eingepfercht zwischen zwei schreienden Kleinkindern, reisen wir also nach Rarotonga. Wir verlassen Neuseeland am Nachmittag des 25. Februar und erreichen Rarotonga am Abend des 24. Februar. Eine Zeitreise über die Datumsgrenze oder wo „hüt geschter morn isch gsi“

Rarotonga

Die Cook Inseln ist eine autonome Demokratie aber das Staatsoberhaupt ist der König von England. Jedenfalls ist die Amtssprache Englisch aber auch einen Dialekt der Maori und die Währung ist der Neuseeland Dollar frisiert mit ein paar lustigen selbst gebastelten Münzen. Das Land besteht aus total 15 Inseln, 12 davon sind dauerhaft bewohnt und 3 Inseln sind bei den Touristen bekannt. Die Inseln liegen so weit voneinander entfernt, dass sie nur mit dem Flieger erreichbar sind. Die Hauptstadt Avura auf der Hauptinsel Rarotonga besteht aus einem Regierungsgebäude das aus drei aneinandergehängten Zaugg-Bau Baracken gebaut ist und einem ziemlich modernen zwei Stöckigen Polizeigebäude. Es gibt eine Strasse, die rund um die Insel führt und zwei Buslinien die „Clockwise“ und „Anticlockwise“ heissen. Hier wachsen lediglich Kokosnüsse. Alles andere – ausser natürlich Meeresfrüchte – wird importiert. Kommt ein Flieger wegen Verspätung, Streik oder schlechtem Wetter nicht an, gibt es halt mal eine Woche nur noch Reis, Kumara oder Crackers. Im Supermarkt finden wir dann auch Zucchetti für 20 Franken pro Kilo oder Tomaten für 30 Frankenk pro Kilo.

Die Strassen von Rarotonga

Inselleben

Da man eben nicht den Fünfer und das Weggli haben kann, sind wir aus Kostengründen nur auf der Hauptinsel geblieben. Flüge nach Aitutaki und Atiu sowie die Unterkünfte vor Ort kosten ein halbes Gewehr, daher haben wir uns eine schöne Zeit auf Rarotonga gemacht. In einem Bungalow mit Balkon und Grill direkt am Strand. Wir haben uns einen Roller an der wohl offiziellsten Rollervermietungsstation der Welt geliehen mit Vertrag, Überprüfung des Führerscheins und sogar Roller-Versicherung. Während unserem Aufenthalt sind wir jeden Tag einmal um die Insel gedüst. Mal gab es einen Markt, mal ein Kreuzfahrtschiff zum beobachten. Sobald es aber dunkel wurde, haben sich die Menschen verzogen und die Einheimischen sind zum Strand gekommen, haben Musik gehört und getanzt. Rarotonga ist für mich der Inbegriff für ein Südseeträumchen.

Fazit

Auf Rarotonga gibt es keine luxuriösen Hotelketten, keine Anantaras oder Four Seasons. Mit etwas Glück gibt es eine Klimaanlage und noch ein paar Ameisen im Zimmer. Trinkwasser gibt es an auserlesenen Stellen auf der Insel – dem Dorfbrunnen oder vom Wasserhahn im Supermarkt. In lokalen Restaurants gibt es vor allem Fisch und am liebsten würden sie äuä auch noch die Salatblettli fritieren. Wir haben daher auf unserem Grill mit Meersicht fast jeden Tag selber gekocht (mit uns meine ich Bernie). Nach 5 Tagen waren wir tiefenentspannt und doch etwas traurig, das Inselparadies wieder zu verlassen. Hier ticken die Uhren nicht nur langsamer, es gibt gar keine. Hier stehen der Mensch und das Leben im Vordergrund. Rarotonga, du warst ein wahrer Südseetraum!

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