Spartipps

Spartipps

Anfang zwanzig erfüllen sich viele der Traum einer grossen Reise. Um das Vorhaben zu verwirklichen haben einige während der Ausbildung Geld zur Seite gelegt und sparsam gelebt. Mit den gesparten fünftausend Franken leisten sie sich dann einige Monate Auszeit in Australien, arbeiten gegen Kost und Logis oder reisen Low Budget durch Asien oder Südamerika. Danach entscheiden sich viele für ein ernsteres Leben, Weiterbildung, Hauskauf, Hochzeit etc. Während bei vielen die grosse Reise etwas einmaliges bleibt, habe ich dieses Verlangen, immer wieder loszuziehen. Nicht selten werde ich darum auch gefragt wie ich mir das leisten kann. Ich stelle dann oft die Gegenfrage: „Wie habt ihr euren Hauskauf oder das Hochzeit finanziert?“ ;-). Schlussendlich sind die meisten Menschen in Westeuropa in der Lage, monatlich etwas auf die Seite zu legen. Aber es liegt am Willen und der Priorität, wie viel das am ende des Monats ist. Gerne teile ich meine Spartipps mit euch.

Budget erstellen

Erstelle ein Budget. Das klingt jetzt sehr banal. Ein Budget hilft dir, einen Überblick über deine Fixkosten zu erhalten. Es ist erstaunlich wie viele Menschen keine Ahnung haben was ihre monatlichen oder jährlichen Fixkosten sind. Verschaffe dir einen Überblick über deine Versicherungen und Abonnemente. Hast du Posten die dich jährlich Geld kosten und die du nie nutzt? Kündige sie. Schreib mal all deine Fixkosten anhand der Rechnungen runter. Du wirst erstaunt sein wie viel am ende des Monats übrig bleibt.

Ausgaben tracken

Kleinvieh macht Mist und zwar gewaltig. Das stelle ich bei mir immer wieder fest. Ein Schoggistängeli hier, ein Gipfeli da, hier ein schöner Pulli, da ein neues Buch und bääm sind ende Monat rund tausend Franken weniger auf dem Konto. Das wird dir aber erst aktiv bewusst, wenn du deine Ausgaben aufschreibst. Einige Apps bzw. Karten wie Revolut oder Twint sortieren deine Ausgaben bereits automatisch in entsprechende Kategorien ein. Ich selber benutze die App Andro Money. So muss ich jede Ausgabe von Hand erfassen. Alleine der Aufwand schreckt mich oft vor kleinen und unnötigen Ausgaben ab. Am Ende des Monats ist dann ersichtlich, wie viel Geld du ausgegeben hast und für welche Kategorie du wie viel ausgegeben hast.

Denken wie ein Reisender

Waltraud Hable hat es in ihren beiden Büchern genau auf den Punktgebracht. Wer ein Weltreisender sein möchte, soll wie einer denken. Stelle dir also für jede Ausgabe den Wert für deine Reise vor. Ein neues Handy für fünfhundert Franken ist ein Flug nach Asien. Ein Cocktail in einer Bar ist vielleicht ein Tag in Südamerika wert und die neuen Markenschuhe für zweihundert Franken sind ein Bungeejump in Neuseeland. Sobald du dir dein Ziel vor Augen eingeprägt hast, fällt es dir einfacher auf unnötige Neuanschaffungen zu verzichten.

Sparen auf Reisen

Auch auf Reisen kann gespart werden. Beispielsweise indem du in Hostels statt in Hotels übernachtest oder wenn du den lokalen Bus anstelle vom Taxi nutzt. Wenn du jedoch einmal im Jahr in den Urlaub fährst für zwei bis drei Wochen, dann achte nicht auf das Geld sondern lasse es dir gut gehen und geniesse deine Zeit in der Ferne.

Freizeitgestaltung

Was tun die meisten Menschen wenn Sie nicht arbeiten? Sie gehen Einkaufen, schlendern durch die Schaufenster oder machen Ausflüge. Das wurde mir in der Pandemie erst so richtig bewusst. Bis vor meinem Studium im 2016 habe ich immer Teilzeit gearbeitet. Während meinem freien Nachmittag habe ich fast ausnahmslos Geld ausgegeben. Seit einigen Jahren arbeite ich nun Vollzeit und mache in meiner Freizeit was mich wirklich erfüllt: draussen in der Natur sein. Das ist nicht nur entschleunigend und wohltuend sondern auch gratis. Wenn ich den Sonnenuntergang beobachte oder auf eine Wanderung gehe, so kostet mich das nichts. Die Wanderausrüstung besitze ich ja bereits und ich bevorzuge Ziele, die nicht mit der Bahn erreichbar sind um Menschenmassen zu meiden. Ich halte mich mit Workouts von zu Hause und Joggen fit. Mein Fitness Abonnement habe ich vor x Jahren gekündigt weil es einfach ein riesiger Geldfresser war und ich mich mehr aus Verpflichtung ins Fitnessstudio geschleppt habe als aus Freude. Zu Hause mache ich also regelmässig 2-3 Workouts die Woche und gehe 2x die Woche Laufen.

Mealprep

Dieser Tipp ist bares wert. Wer sich alle Ausgaben trackt weiss dass dies einer der grössten Ausgabenpunkte sein kann. Wer jeden Mittag für CHF 25.- auswärts essen geht der gibt aufs Jahr ausgerechnet einen heidenbetrag für sein Mittagessen aus. Ich bin ein Fan von Essensvorbereitung. Erstens kann ich so Geld sparen und zweitens ernähre ich mich gesund weil ich bestimmen kann, was ich esse. Mealprep ist zudem auch zeitfüllend und währenddessen hast du keine Zeit fürs Onlineshopping 😉

Minimalismus

Dieses Thema ist später mal ein eigener Blogpost wert. Minimalismus bedeutet bewusster Verzicht um Platz für das Wesentliche zu schaffen. In meinem Fall bedeutet es auch sparen. Denn alles was ich nicht kaufe, habe ich ende Monate übrig um auf das Sparkonto zu schaufeln. Zudem spiele ich nach wie vor mit dem Gedanken, alles in der Schweiz aufzugeben, alle Zelte abzubrechen und nur mit meinem Rucksack loszuziehen. Meine Möbel werde ich da alle verkaufen – daher besitze ich in meiner Wohnung nur das nötigste – und meine persönlichen Sachen werde ich in Boxen verstauen. Wenig Kleider besitzen hat zudem den Vorteil, dass ich nur Kleider besitze die ich gerne anziehe und dann fällt das Packen für Reisen auch leichter.

Fazit

Es gibt also keinen Masterplan um Geld zu sparen. Grundsätzlich ist es auch so, wer viel Geld verdient passt seinen Lebensstil entsprechend an. Zudem setzt sich jeder Mensch andere Prioritäten. Während für eine das Auto am wichtigsten ist, gehen andere gerne auf Festivals und Konzerte und dann gibt es noch einige wie ich, die eben gerne Reisen gehen und hierfür sparen.