Kalifornien

Im Herbst 2012 bin ich zum ersten mal aus Europa gereist. Es war erst meine dritte Flugreise. Noch nie bin ich 12 Stunden im Flieger gesessen. Aber es war ein Highlight. Von San Francisco mit dem Mietwagen dem Highway Number 1, der Küste entlang und via Las Vegas nach Los Angeles. Der kalifornische Traum und ich durfte ihn erleben.

San Francisco

Die Hippie-Stadt von Nordamerika ist unser erster Stopp. Nach dem 12 Stundenflug war ich sehr froh durch den riesigen Flughafen zu spazieren. Die Immigration beanspruchte jedoch ganze zwei Stunden. Etwas neben den Schuhen sind wir dann mit dem Zug in die Stadt gefahren. Wir waren beide jung und daher haben wir uns für ein günstiges Hotel möglichst im Zentrum entschieden. Meine Güte war das eine Absteige. Das Frühstück bestand aus wässerigem Kaffee und komisch aussehenden Donuts, der Lift brauchte Stunden bis er da war und konstant lief irgendwleche mexikanische Volksmusik. Direkt vor dem Hotel haben gab es ein grosses Quartier an Obdachlosen die uns jeweils böse Wörter – die ich damals zum Glück noch nicht verstand – nachgerufen haben. Was für ein Willkommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Morgens war jeweils dicker Nebel in den Wolkenkratzern doch gegen Mittag klarte es auf und wir genossen wunderschöne Herbsttage in der Fishermans Wharf, Lombard Street in Alcatraz, am Strand, bei den Painted Ladies und genossen die Aussicht auf den Twin Peaks.

Highway #1

Die Küstenstrasse hat es mir definitiv angetan. Während rund einer Woche düsen wir mit dem Mietwagen gen Süden. Das Wasser strahlt in wunderschönem blau mit dem Himmel um die Wette. Unser erster Stopp legen wir in Monterrey ein und besuchen das Aquarium. Später geht es weiter etwas ins Landesinnere zum Gilroy Premium Outlet.

Roadtrip

Fahren wohin der Wind micht treibt, Pause einlegen wo es mir gefällt und jeden Tag in den Wellen tanzen, genau das bedeutet Freiheit für mich. Das Wasser war allerdings zu kalt um zu baden. Wir fahren immer weiter südlich dem Sommer entgegen. Santa Cruz, Morro Bay und Santa Barbara haben wir erkundet, in günstigen Motels übernachtet und jeden Abend Pizza bei Dominos gegessen. Damals war ich noch von der Jugendlichheit gesegnet und nahm kein Gramm zu.

Las Vegas

Irgendwann sind wir gegen Links abgebogen und die Strasse führte gute 4 Stunden lang Schnur gerade durch die Einöde. Plötzlich taucht in der ferne ein grosser Vergnügungspark auf. Das ist jedoch einfach so ein Park mitten im Nichts, Vegas ist noch eine Stunde entfernt. Und plötzlich sind wir da. Einmal mit dem Auto quer durch den Strip in irgend eines der vielen teuren Parkhäuser und rein ins erste Hotel. Unter der Woche sind die Preise meistens schön tief. Jedes der Hotels verkörpert ein eigenes Thema und einige waren sogar schon in Filmen zu sehen wie das Bellagio, welches aus Oceans Eleven bekannt ist. Im Venetian gibt es sogar einen Kanal wo Gondolieri herum rudern. Natürlich verfügt jedes Hotel über ein eigenes Casino das rund um die Uhr geöffnet ist. Vegas kann ich nicht erklären, du musst es mit eigenen Augen gesehen und erlebt haben.

Los Angeles

Nach dem unwirklich erscheinenden Vegas ins grosse und geschäftige L.A. Immerhin gibt das keinen grossen Klimaschock. Wir übernachten nördlich von der Stadt, die so gross ist wie die Schweiz. Am besten gefallen hat mir der Venice Beach mit dem feinen Sandstrand und den Akrobaten und dem Outdoor Gym. Viele spannende Menschen verkehren hier. Der Walk of Fame ist sehr lang und nur die bekanntesten Schauspieler sind im Zentrum in der Nähe des Chinese Theater. Bei den – für uns Schweizer – eher unbekannten Radio- und TV-Stars lungern viele Typen rum die Gras oder sonstige Drogen verkaufen wollen. Das ist die Kehrseite der Stadt der Stars und Sternchen. Ein weiteres Highlight sind natürlich die Universal Studios. In was für einer Scheinwelt wir doch manchmal leben. Die bekannte Wisteria Lane ist nur eine Strasse aus Papp-Häuser Atrappen und für Flugzeugabstürze wird immer dasselbe Flugzeug mit blutüberströmten Puppen benutzt. Trotzdem interessant wie das menschliche Auge getrügt werden kann und was für Effekte heute möglich sind.

Fazit

Kalifornien, ein wunderschöner Bundesstaat und ich möchte noch viel mehr davon sehen. Etwas Wein degustieren im Nappa Valley, wandern im Yosemite Nationalpark und surfen in San Diego. Während 2.5 Wochen haben wir einen Road- und Städtetrip gemacht und hatten genug Zeit um den Highway und seine Highlights zu erkunden. Gerne komme ich wieder zurück.

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